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| (Quelle: http://bit.ly/W9wKmA) |
Lunch ist eigentlich nur obligatorisch und etwas Kleines zu essen, da die Iren sehr früh Dinner haben.
Dinner ist häufig zwischen 4 und 6 Uhr nachmittags, selten später. Die Hauptbeilage ist die Kartoffel, nein, nicht nur ein Klischee. Ob als Kartoffelbrei oder gekocht, gebraten, mit Schale oder ohne oder eben als Pommes, Kartoffeln sind immer dabei. 148 Kilo isst eine Ire im Jahr, dafür aber nur 9 Kilo Reis. Einen Sonderfall bildet dann wieder der Auflauf mit Kartoffeln, aber selbst dazu wird häufig noch Kartoffelbrei gereicht. Irische Familien haben auch häufig einen festen Ablaufplan für die Woche. Am Montag machen wir immer etwas aus den Überresten vom Sonntag, Dienstag Rind oder Schwein, Mittwoch Hühnchen oder Fisch, Donnerstag ist experimentierfreudig, also auch mal Curry, Freitag häufig Hühnchen, Samstag ist Pizza-Tag und Sonntag gibt es Stew oder Rindfleisch.
Da wir so früh Dinner haben, essen wir häufig noch einmal etwas Kleines zwischen 8 und 10 Uhr abends oder haben zumindest einen Tee. Tee ist, wie schon erwähnt, ein Teil der irischen Kultur und wird mit Milch getrunken.
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| (www.closecooking.com) |
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| (Quelle: http://bit.ly/V4zQcg) |
Essen kann man auch günstig in der Schule bekommen und es schmeckt sogar.
Diese Woche ist mir auch etwas sehr Witziges aufgefallen. Die stellvertretende Direktorin an meiner Schule kontrolliert, dass auch ja jeder in seine Klasse geht. Sie kontrolliert die Kleidung der Schüler und dass jeder seinen Ranzen auch in seinem Raum hat und nirgendwo anders (kein Scherz, es gibt Ärger, wenn du ihn aufgrund des Platzmangels woanders lässt). Außerdem rückt sie auch häufig die Stühle in der Kantine zurecht. Es ist alles ein wenig übertrieben. Man kommt auch von alleine in die Klasse und die schwarzen Socken sind auch kein Beinbruch, aber naja. Ich glaube, unsere stellvertretende Direktorin daheim käme überhaupt nicht auf den Gedanken, schließlich sind die Schüler ja auch alt genug, von selbst darauf zu achten oder sie werden angewiesen es zu machen, aber Stühle rücken und Räume kontrollieren? Nein, solchen Unsinn würde sie nicht machen.
Es wird mir immer mehr bewusst, wie wenig Vertrauen die Lehrer in ihre Schüler hier haben. Alles wird dreifach gesagt und dann gibt es noch fünf Verwarnungen. Schule in Deutschland ist definitiv strenger (wirklich, für all die Lehrer, die diesen Blog lesen).
Den Preis, den die Schüler dafür zahlen, ist allerdings, dass sie kaum eine eigene Stimme im Schulgeschehen haben. Diskutieren (sachlich) mit dem Lehrer? Hier unbekannt. Etwas gegen einen schlechten Lehrstil sagen? Unmöglich. Es herrscht immer eine große Distanz zwischen Lehrer und Schüler. Schüler werden immer als Kinder behandelt, nie als die jungen Erwachsenen, die sie ja zumindest zum Teil sind. Das ist eine Sache, die ich sehr schade finde, denn ich denke, dass das keine wirkliche Vorbereitung auf das Leben ist. Das Denken und Handeln wird hier zum Teil abgenommen und so wichtig Respekt und gute Manieren auch sind, das schlichte Nichtvorhandensein einer Schüleropposition ist schade und das, obwohl es einige scharfzüngige Schülerinnen in den oberen Klassen gibt, aber die leben sich dann eben im Debattierclub aus. Das klingt fast schon wie aus einer anderen Zeit.
Aber es gibt dann auch zum Glück immer noch die Lichtblicke, so zum Beispiel den Englischunterricht, wo wir wirklich gut debattieren können, oder der Religionsunterricht, wo auch kontroverse Gedanken akzeptiert werden. Überhaupt muss man sagen, dass wir im Religionsunterricht ganz frei über unsere Meinung zur Religion und anderen Themen reden können. Ein tolles Zeichen von Toleranz, wie ich finde.



Lauraaa...wir wollen Neuigkeiten...!!
AntwortenLöschenSaskia :-))